Die „Goldene Olga 2008“ geht nach Lintig PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Friedhelm Fink   
Samstag, 3. Januar 2009

Im Wettbewerb um den Milchlandpreis 2008 gewann Familie Schriefer aus Lintig, durch hervorragende Leistungen für professionelles Wirtschaften, die goldene Olga.

Bei der Preisverleihung am 21.11.2008 in Bad Zwischenahn, ging der erste Platz an Marion, Hinrich und Christian Schriefer. Die Veranstaltung wurde von Heike Götz moderiert, bekannt durch die NDR-Landpartie.

Bewertet wurden
 - Qualität der erzeugten Milch
 - Betriebsgerechtes Herdenmanagement
 - Ergebnisorientiertes Wirtschaften
 - Einhalten der gesetzlichen und sonstigen Vorschriften
 - Positive Mitarbeit in der Öffentlichkeit

(Nachfolgend aus der Pressemitteilung der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. )

Gold, Silber, Bronze: Das „Cuxland“ erklimmt die Milchlandspitze

„Goldene Olga 2008“ geht nach Lintig, „Silberne Olga“ geht nach Steinau und „Bronzene Olga“ nach Wollingst – Landwirte aus Hoogstede (Grafschaft Bentheim) und Westerstede-Petersfeld (Kreis Ammerland) auf Platz vier und fünf

Niedersächsische Milchwirtschaft zeichnet mit dem „Milchlandpreis“ die 16 besten der 13.700 Milcherzeuger aus

Bad Zwischenahn / Lintig / Steinau / Wollingst (gmc). Der Landkreis Cuxhaven gilt bundesweit als einer der Landkreise mit der höchsten Milchviehdichte – das „Cuxland“ steht für moderne Milcherzeugungsbetriebe auf Grünlandstandorten an der Küste. Im niedersachsenweit ausgeschriebenen Milchlandpreis um die „Goldene Olga“ haben die Cuxhavener diese Einschätzung nun auch durch den Gewinn der drei Spitzenplätze unter Beweis gestellt: Gold, Silber und Bronze gehen in diesem Jahr an Betriebsleiterfamilien aus dem Landkreis Cuxhaven.

Die „Goldene Olga 2008“ und einen Geldpreis in Höhe von 3.500 Euro erhielten heute im „Alten Kurhaus“ in Bad Zwischenahn Marion, Hinrich und Christian Schriefer aus Lintig. Sie dürfen sich „Beste Milcherzeuger Niedersachsens 2008“ nennen. Die Ehrung nahm Friedrich-Otto Ripke, Staatssekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, vor.

Preisträger Familie Schriefer
Von Links nach Rechts: Friedrich Scholten (Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen), Christian Schriefer, Jan Heusmann (Stellvertretender Vorsitzender der Landesvereingiung der Milchwirtschaft Niedersachsen), Ina Rademacher, Arendt Meyer-zu-Wehdel (Landvolkvizepräsident), Marion Schriefer, Friedrich-Otto Ripke (Staatssekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium), Hinrich Schriefer, Herbert Peters (Stellvertretender Landrat im Landkreis Cuxhaven), Peter Cornelius (Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen)

Für den zweiten Platz konnte der Staatssekretär die „Silberne Olga“ und 2.000 Euro an Ute Schlüer und Bernd Glameyer-Schlüer aus Steinau überreichen. Das Ehepaar hatte sich bereits in den Jahren 2005 und 2006 auf dem fünften Platz behaupten können, in diesem Jahr schaffte es nun den Sprung auf den Silberplatz. 

Die „Bronzene Olga 2008“ geht in diesem Jahr nach Wollingst: Dort können sich Sabine und Volker Haaren über die hohe Auszeichnung und ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro freuen.

Hinter den drei Erstplatzierten sicherten sich Luise und Albert-Jan Alferink aus Hoogstede in der Grafschaft Bentheim sowie die Hoots GbR mit Sigrid, Heino, Antje und Holger Hots aus Westerstede-Petersfeld im Ammerland Platz vier und fünf. Sie erhielten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 beziehungsweise 500 Euro.

Darüber hinaus wurden neben den Erstplatzierten weitere elf Top-Milcherzeuger aus verschiedenen Regionen Niedersachsens mit einer Urkunde geehrt. Sie hatten von der Kommission so hohe Punktzahlen bekommen, dass sie sich auf den Plätzen 6 bis 16 platzieren konnten.

Staatssekretär, Landvolkvizepräsident und Landesvorsitzende stellen Qualitätsarbeit und Wert des Lebensmittels heraus

Im Rahmen einer Festveranstaltung mit rund 140 geladenen Gästen hat die niedersächsische Milchwirtschaft heute im „Alten Kurhaus“ in Bad Zwischenahn die besten 16 ihrer insgesamt 13.700 Milchviehhalter mit dem „Milchlandpreis 2008“ geehrt. Im Mittelpunkt der Festansprachen des Staatssekretärs für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Friedrich-Otto Ripke sowie des Landvolkvizepräsidenten Johann Arendt Meyer zu Wehdel und von Peter Cornelius, Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V., stand die Anerkennung der unternehmerischen Leistung der Preisträger und deren Bemühen um ein vorbildlich hohes Qualitätsniveau in der Milcherzeugung.

„Sie haben in den letzten Jahren ihre Unternehmerqualitäten unter Beweis gestellt. Bei Ihren Betrieben handelt es sich um hochmoderne, flexible und renditeorientierte landwirtschaftliche Unternehmen.

Jeder Betrieb hat für sich anhand seiner individuellen Ausstattung an Arbeitskräften, Boden, Kapital und Gebäuden sein Patentrezept gefunden, welches ihn heute hierher gebracht hat. Für die Leistungsfähigkeit der niedersächsischen Milchwirtschaft sind Sie alle ein eindruckvolles Beispiel - weit über die Landesgrenzen hinweg. Dafür gebührt Ihnen Dank und Anerkennung“, lobte Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke die Sieger.

„Der Wettbewerb um die Goldene Olga lenkt den Blick der Öffentlichkeit auf die moderne und leistungsfähige Milchviehhaltung in Niedersachsen“, stellte Landvolkvizepräsident Johann Arendt Meyer zu Wehdel in seiner Ansprache fest. „Der Milchlandpreis ist eine außergewöhnliche Ehrung und Bestätigung für ein hervorragendes Herdenmanagement. Die doch sehr unterschiedlichen Betriebsstrukturen der 16 Preisträger zeigen dabei eindrucksvoll, dass es verschiedene Wege zum unternehmerischen Erfolg gibt.“


„Siegerbetriebe repräsentieren das hohe Leistungsniveau der niedersächsischen Milchwirtschaft“

„Die Auszeichnung mit dem Milchlandpreis bestätigt den herausragenden Erfolg Ihrer täglichen Arbeit. Tiergesundheit, Milchqualität und ökonomischer Erfolg gehen bei Ihnen Hand in Hand. Die Siegerbetriebe repräsentieren das hohe Leistungsniveau der niedersächsischen Milchwirtschaft“, stellte Peter Cornelius als Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft (LVN) heraus.

Ihre beeindruckende Kompetenz wird mit unserem Milchlandpreis und der Goldenen Olga in den gebührenden Vordergrund gestellt“, so Cornelius weiter. Eine Platzierung unter den Top 20 sei ein Aushängeschild für den ganzen Berufsstand und die verarbeitenden Molkereien. Angesichts solcher Betriebe zeigte sich der Vorsitzende sicher, dass Niedersachsens Milcherzeuger nicht nur das derzeitige Preistief, sondern auch die Herausforderungen in einem liberalisierten Markt erfolgreich bestehen werden.

Der stellvertretende LVN-Vorsitzende Jan Heusmann motivierte seine Berufskollegen am Ende der Veranstaltung noch einmal dazu, mit der LVN weiterhin eine aktive Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, um Verbrauchern die tagtäglich „gelebte“ Qualitätsarbeit näher zu bringen. Gleichzeitig forderte er zu einer Zusammenarbeit mit dem Handel auf: „Wir brauchen kurzfristige Konzepte im In- und Ausland, um den Verkauf von Milchprodukten anzukurbeln.“

Fachjury beurteilte die Kandidaten

Eine Fachjury hat in den letzten Monaten alle Kandidaten, die sich für den Milchlandpreis beworben hatten und die sich für die Bewertung qualifizieren konnten, besucht und ausführlich analysiert. Im Vordergrund stand dabei die vorbildliche und erfolgreiche Betriebsführung, insbesondere hinsichtlich der Erzeugung hochwertiger Qualitätsmilch. Prämiert wurden jetzt also die Top-Milcherzeuger Niedersachsens.

Sponsoren unterstützen den Wettbewerb

Unterstützt wurde der Milchlandpreis durch drei der Branche sehr verbundene Sponsoren. Neben der Maschinenfabrik Bernard Krone und dem Handelsunternehmen LVD Bernard Krone fördern die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Niedersachsen den Milchlandpreis. Dadurch konnte der Wettbewerb für die Teilnehmer attraktiv gestaltet werden.

Gold: Familie Schriefer in Lintig – Rindviehzuchtbetrieb mit sehr hohem Leistungsniveau

Mit dem 114 Hektar-Hof der Familie Schriefer in Lintig im Landkreis Cuxhaven wird ein Hof mit der „Goldenen Olga“ ausgezeichnet, auf dem zwei Generationen gemeinsam mit einem Angestellten und einem Auszubildenden für eine schlagkräftige und optimale Betriebsführung sorgen. Marion (55) und Hinrich (57) sowie Christian (31) Schriefer führen den seit 1753 im Familienbesitz befindlichen Acker- und Grünlandbetrieb gemeinsam. Die Schriefers haben sich mit in der Rindviehzucht mit einem sehr hohen Leistungsniveau einen Namen gemacht.

Die 144 Herdbuch-Milchkühe erbringen mit einer durchschnittlichen Milchleistung von 11.068 Kilogramm pro Jahr (bei 4,08 Prozent Fett und 3,33 Prozent Eiweiß) eine weit über dem Landesdurchschnitt liegende Leistung. Die Milch wird an die Nordmilch eG, Bremen geliefert. Insgesamt verfügt der Betrieb über eine Milchquote von 1.180.000 Kilogramm pro Jahr. 

Neben den Milchkühen werden 145 Rinder als weibliche Nachzucht sowie 38 Zucht- und Mastbullen gehalten. Als Futtergrundlage stehen 54 Hektar Grünland und 55 Hektar Silomais zur Verfügung. Daneben werden fünf Hektar Roggen angebaut. Darüber hinaus engagiert sich Hinrich Schriefer für den Berufsnachwuchs, den er seit 27 Jahren auf seinem Hof ausbildet.


Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 8. Januar 2009 )
 
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